Arco de Santa María, Mittelalterliches Tor in Burgos, Spanien.
Das Arco de Santa María ist ein Triumphbogen-Tor aus dem 16. Jahrhundert in Burgos, erbaut aus weißem Kalkstein aus Hontoria de la Cantera. Seine Hauptfassade ist wie ein geschnitztes Altarretabel in zwei Geschossen und drei Achsen gegliedert, mit sechs Nischen, die Statuen kastilischer Persönlichkeiten enthalten, einem balustrierten Balkon mit zwei Amtsdienern und dem Schutzengel, vier Wasserspeiern und einem zinnenbekrönten Abschluss. Zwei zylindrische Türme flankieren es, und die rückwärtige Fassade aus dem 14. Jahrhundert hat eine steinerne Galerie unter dem Dach.
Das ursprüngliche Tor wurde im 16. Jahrhundert unter Karl V. völlig erneuert, nachdem die Stadt den König während des Aufstands der Comuneros unterstützt hatte. Diese Umgestaltung machte es zu einem neuen Denkmal der königlichen Unterstützung und der politischen Loyalität.
Der Name des Tors stammt von der Santa-María-Brücke und der Jungfrau Maria, der Schutzpatronin von Burgos, deren Statue die Fassade bekrönt. Im Inneren beherbergte der achteckige Sala de Poridad mit mudéjarer Kassettendecke bis 1780 den Stadtrat; seine Wände zeigen Gemälde des 16. Jahrhunderts mit Karl V., Philipp II., Fernán González, dem Cid sowie den Richtern Laín Calvo und Nuño Rasura.
Der Bogen verbindet die Brücke Santa María über den Arlanzón mit der Plaza del Rey San Fernando neben der Kathedrale und liegt damit auf dem wichtigsten Fußweg der Altstadt. Die schlichte rückwärtige Fassade aus dem 14. Jahrhundert trägt eine steinerne Galerie unter dem Dach; die Kreuzrippenwölbung ist jederzeit zu Fuß passierbar.
Der Sala de Poridad, ein achteckiger Raum, in dem der Stadtrat bis 1780 tagte, bewahrt eine maurische Kassettendecke und Gemälde des 16. Jahrhunderts mit Karl V., Philipp II., Fernán González, dem Cid sowie den Richtern Laín Calvo und Nuño Rasura als Vorbildern guter Regierung.
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