Orippo, Archäologische Stätte in Dos Hermanas, Spanien.
Orippo ist eine archäologische Stätte in der Region Cortijo de Tixe mit Überresten einer antiken Siedlung an den Rändern der Guadalquivir-Sümpfe. Die Grabungen haben drei Bereiche freigelegt: Werkstätten mit Töpferöfen, einen Friedhof mit etwa 66 Bestattungen und ein städtisches Gebiet, das durch Bodenbewegungen beschädigt wurde.
Der Ort wurde im 3. Jahrhundert vor Christus von den Turdetani gegründet und wuchs zu einem bedeutenden Handelspunkt heran. Nach der römischen Eroberung wurde die Stadt in das Reich integriert und entwickelte sich weiter, behielt aber ihre lokale Identität in der neuen Ordnung.
Die archäologische Fundstätte zeigt Spuren, wie die lokale Bevölkerung alltäglich lebte und arbeitete. In den Werkstattbereichen lassen sich die Handwerkstechniken der Antike nachvollziehen, besonders durch die erhaltenen Keramiköfen, die zeigen, wie Töpferware hergestellt wurde.
Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe zur Torre de los Herberos und ist relativ einsam gelegen, daher sollte man sich vorab über Zugänglichkeit und Öffnungszeiten informieren. Eine Führung durch einen fachkundigen Führer ist zu empfehlen, um die verschiedenen Zonen und deren Bedeutung richtig zu verstehen.
Eine bemerkenswerte Steinskulptur, die ein sitzendes Paar darstellt, das sich an den Händen hält, wurde hier gefunden und ist heute im Archäologischen Museum von Sevilla zu sehen. Dieses Kunstwerk bietet einen seltenen Einblick in persönliche Beziehungen und familiäre Bindungen aus der Antike.
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