Zisterzienserinnenabtei Casbas, Zisterzienserkloster in Casbas de Huesca, Hoya de Huesca, Spanien
Das Monasterio de Nuestra Señora de la Gloria ist ein Zisterzienserinnenkloster, das 1173 in Casbas de Huesca gegründet wurde. Die spätromanische Kirche, geweiht 1208, hat einen kreuzförmigen Grundriss, ein tonnengewölbtes Schiff, drei halbrunde Apsiden und eine achteckige Kuppel über der Vierung. Das Südportal (um 1200) zeigt ein Tympanon mit Chrismon und elf Archivolten; der Kreuzgang aus dem 14.–15. Jahrhundert hat Spitzbögen.
Das Kloster wurde 1173 von der Gräfin Oria von Pallars gegründet, die Unterstützung von ihrem Ehemann Arnau Mir und Bischof Esteve von Sant Martí erhielt. Der Komplex blieb über 800 Jahre lang ein aktives religiöses Zentrum, wobei er nur während der Revolution 1868 und des Krieges 1936 kurz geschlossen wurde.
Das Kloster wurde 1173 von Gräfin Oria de Pallars gegründet; die erste Äbtissin Isabel leitete bis 1182 dreißig Adelige. Äbtissin Ana Francisca Abarca de Bolea (1672-1676) verfasste auf Aragonesisch das Hirtendrama Vigilia y octava de San Juan. Seit 1178 übte die Äbtissin die Zivil- und Strafgerichtsbarkeit über die Ländereien des Klosters aus.
Das Kloster liegt in Casbas de Huesca in der Hoya de Huesca in Aragonien. Ausgangspunkt ist das Südportal mit seinem Chrismon-Tympanon und elf Archivolten; dahinter folgen Kreuzgang, Kapitelsaal und 10 000 Quadratmeter bebaute Fläche. 2004 ging die Anlage in private Hände über, daher sollte man den Zugang zum Inneren vor der Anreise klären.
Das Kapitelhaus bewahrt zwei in den Boden eingelassene Alabaster-Grabplatten von Äbtissinnen aus dem 14. Jahrhundert, nicht von Mönchen. Das Kloster war seit 1173 ein Zisterzienserinnenkonvent, und seine Äbtissinnen übten ab 1178 die Zivil- und Strafgerichtsbarkeit über die abhängigen Dörfer aus.
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