Motilla del Azuer, Bronzezeitlicher Archäologiekomplex in Daimiel, Spanien.
Motilla del Azuer ist ein archäologischer Komplex der Bronzezeit in Daimiel, im Herzen der Region Kastilien-La Mancha. Die prähistorische Siedlung enthält einen zentralen Steinturm von etwa 10 Metern Höhe, der von drei konzentrischen Verteidigungsmauern und einem geräumigen Innenhof umgeben ist.
Die befestigte Siedlung wurde zwischen 2200 und 1500 vor unserer Zeitrechnung errichtet und bildete Teil eines Netzwerks ähnlicher Bauwerke, die in Abständen von etwa 4 bis 5 Kilometern über die Region verteilt waren. Dieses System ermöglichte die Kontrolle der Wasserstellen und die Organisation des Territoriums während der mittleren Bronzezeit.
Die ausgegrabenen Bereiche zeigen zahlreiche Vorratsgruben, Getreidespeicher und Töpferöfen, die vom weit entwickelten Wirtschaftssystem der Gemeinden während der Bronzezeit zeugen. Diese handwerklichen und landwirtschaftlichen Einrichtungen belegen den Alltag der damaligen Bewohner und wie sie mit den verfügbaren Ressourcen umgingen.
Der archäologische Komplex liegt in der flachen Ebene von La Mancha und ist über lokale Straßen von Daimiel aus erreichbar. Die Fundamente und Mauern sind freigelegt und können vom Boden aus betrachtet werden, mit Informationstafeln, die die Anlage erklären.
Der Ort verfügt über einen etwa 16 Meter tiefen Brunnen, der das älteste nachgewiesene Wassermanagement-System auf der Iberischen Halbinsel darstellt. Archäologische Arbeiten haben außerdem Grabstätten freigelegt, in denen Kinder in Keramikgefäßen beigesetzt wurden, entsprechend den Bestattungsgewohnheiten der Bronzezeit.
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