Gratacel Urquinaona, Wohngebäude in Sant Pere, Barcelona, Spanien
Der Gratacel Urquinaona, auch Edifici Fàbregas genannt, steht auf einem dreieckigen Grundstück an den Straßen Trafalgar und Jonqueres. Er hat ein doppelt hohes Erdgeschoss mit Zwischengeschoss, dreizehn Geschosse um einen Innenhof und vertikale Erschließungskerne an jeder Ecke. Die Hauptfassade gliedert sich in vorspringende Volumen mit durchlaufenden Balkonen, die Ecke ist abgerundet. Das Hauptgeschoss springt als verglaste Tribüne um den gesamten Umfang vor.
Der Madrider Architekt Luis Gutiérrez Soto entwarf das Gebäude vor 1936 im Auftrag von Joan Fàbregas i Moragas, dem Besitzer der Lagerhäuser La Saldadora. Die von Carles Martínez Sánchez geleitete Baustelle ruhte während des Spanischen Bürgerkriegs und wurde erst 1944 abgeschlossen, als das Haus als Nachkriegsdenkmal eingeweiht wurde.
Das Gebäude trägt seit seiner Fertigstellung die Bezeichnung Kulturgut von lokalem Interesse und zeigt die architektonische Entwicklung des historischen Stadtteils. Es steht als Zeugnis für die bauliche Erneuerung, die Barcelona in dieser Zeit erfuhr.
Das Gebäude liegt in einem älteren Stadtteil mit guter Anbindung durch mehrere Buslinien und Metrostationen in der Nähe. Der Zugang zur Umgebung ist eben und einfach zu navigieren, mit vielen Fußgängerzonen und lokalen Diensten rundherum.
Das Gebäude war eines der ersten Hochhäuser in einem Gebiet, das ursprünglich aus niedrigen mittelalterlichen Strukturen bestand. Diese frühzeitige Höhe machte es zu einem markanten Punkt in der stadtplanung und Architekturgeschichte Barcelonas.
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