Convento de la Merced Calzada, Religiöses Kloster in Valladolid, Spanien
Das Convento de la Merced Calzada war ein großer Klosterkomplex, der sich über einen ganzen Häuserblock zwischen mehreren Straßen und einem Platz erstreckte. Der Bau beherbergte zwei Kreuzgänge, eine Kirche und zahlreiche Räume für das klösterliche Leben, die von bekannten Architekten des 17. Jahrhunderts gestaltet wurden.
Der Ursprung geht auf ein Frauenkloster zurück, das zwischen 1272 und 1291 gegründet wurde und zunächst den Namen Santa Olalla trug. Anfang des 15. Jahrhunderts erhielt der Komplex durch eine Grundstücksspende seinen endgültigen Standort und wurde später zur Heimat des Mercedarian-Ordens.
Der Komplex war als Ort religiöser Verehrung bekannt und zog Gläubige aus der ganzen Stadt an. Die beiden Kreuzgänge und Nebenräume dienten dem Alltag der Mönche und prägten das religiöse Leben in Valladolid über mehrere Jahrhunderte.
Besucherinnen und Besucher sollten beachten, dass das ursprüngliche Gebäude nicht mehr steht, da es im 19. Jahrhundert für die Straßenerweiterung abgerissen wurde. Der Ort ist heute in sein urbanes Umfeld integriert und lässt sich am besten verstehen, indem man die Grundstücksgrenzen und die umliegenden Straßen betrachtet.
Der Komplex erreichte seine Blütezeit mit etwa 48 Mönchen im Jahr 1752, bevor französische Truppen ihn während des Unabhängigkeitskrieges zerstörten. Diese Phase der Zerstörung markierte das Ende des klösterlichen Lebens an diesem Ort und leitete die Umwandlung in Kasernenbetrieb ein.
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