Valladolid, Provinzhauptstadt in Kastilien und León, Spanien
Valladolid ist die Provinzhauptstadt in der autonomen Region Kastilien und León im zentralen Spanien, gelegen in einer weiten Ebene, wo der Fluss Pisuerga auf den Esgueva trifft. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Bezirke, die von breiten Boulevards durchzogen sind und sowohl alte Viertel mit Steingebäuden als auch moderne Wohngebiete umfassen.
Graf Pedro Ansúrez gründete den Ort nach 1072 unter König Alfons VI. von León und Kastilien, was den Aufstieg zu einer wichtigen Residenzstadt einleitete. Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt zum Regierungssitz der spanischen Monarchie, bevor der Hof dauerhaft nach Madrid zog.
Die Plaza Mayor dient als zentraler Treffpunkt, wo Einheimische sich zum Plaudern versammeln und Studierende der örtlichen Universität ihre Pausen verbringen. In den Straßen rund um den Hauptplatz zeigt sich das typische kastilische Alltagsleben, mit kleinen Bars, in denen am späten Vormittag Tapas serviert werden.
Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum nah beieinander liegen. Der Bahnhof Campo Grande bietet direkte Schnellzugverbindungen nach Madrid und anderen größeren Städten in Spanien.
In der Stadt fand im 16. Jahrhundert eine wichtige Debatte über die Behandlung indigener Völker in den amerikanischen Kolonien statt. Christoph Kolumbus verbrachte hier seine letzten Tage und starb in einem heute nicht mehr existierenden Haus.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.