Barcino, Römische Kolonie im Gotischen Viertel, Spanien.
Barcino war eine römische Siedlung im heutigen Gothischen Viertel, deren ursprünglicher Grundriss mit rechtwinkligen Straßen bis heute erkennbar bleibt. Die Überreste zeigen Steinmauern von etwa zwei Metern Dicke, die das Leben vor etwa 2.000 Jahren widerspiegeln.
Die Siedlung wurde in der Zeit des Kaisers Augustus gegründet und trug den Namen Colonia Faventia Julia Augusta Pia Barcino. Sie diente als Militärkolonie für Veteranen aus den Feldzügen gegen die Cantabrer.
Die jüdische Gemeinde ließ sich in Barcino ab dem 4. Jahrhundert nieder und prägte das Zusammenleben der Stadt über Jahrhunderte hinweg. Heute sind Spuren dieses Erbes in den engen Gassen des Viertels noch sichtbar und erzählen von einer vielfältigen Bevölkerung.
Viele Überreste sind über das Viertel verteilt, aber das Museum für Barcelonas Geschichte am Plaça del Rei ist der beste Ort, um alles zu verstehen. Dort können Sie römische Fundstücke und unterirdische Bereiche aus dem 2. Jahrhundert besichtigen.
Im Hof des Hauses Carrer del Paradís 10 stehen noch Säulen aus dem Tempel des Augustus, das Herz des alten Forums. Diese wenig beachteten Steine erzählen vom religiösen Mittelpunkt des antiken Lebens.
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