Cluny, Mittelalterliche Klosterstadt in Saône-et-Loire, Frankreich
Cluny ist eine Gemeinde im Tal des Grosne-Flusses im östlichen Burgund, etwa 244 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Sie erstreckt sich zwischen sanften Hügeln und wird von der ehemalien Klosteranlage geprägt, deren Überreste und Folgenutzungen das Erscheinungsbild der Siedlung bestimmen.
Das Kloster wurde 910 von Wilhelm I. von Aquitanien gegründet und wuchs zur mächtigsten religiösen Institution des Mittelalters heran. Seine Reformbewegung prägte die monastische Welt über mehrere Jahrhunderte, bevor die französische Revolution die Anlage zerstörte.
Cluny trägt den Namen des Baches, der durch die Stadt fließt, und das Kloster prägte über Jahrhunderte das religiöse Leben in der Region. Die Gebäude und Straßen erzählen heute von dieser geistlichen Vergangenheit, die bis heute in der lokalen Identität lebendig ist.
Die ehemaligen Klostergebäude beherbergen heute die traditionsreiche Ingenieurschule Arts et Métiers ParisTech, was das Betreten einiger Bereiche erschwert. Die Kirchenruinen und der Klostergarten sind hingegen für Besucher zugänglich und bieten Orientierungspunkte bei der Erkundung des historischen Ortes.
Die berühmte Klosterkirche war bis zur Fertigstellung der Peterskirche in Rom das größte christliche Gotteshaus Europas und symbolisierte die Macht des Klosters. Von ihrem ursprünglichen Gebäude steht heute nur noch der nördliche Querhausarm aufrecht, während der Rest der Bausubstanz verschwunden ist.
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