Abtei Cluny, Religiöse Gemeinschaft in Burgund, Frankreich
Cluny Abbey ist eine ehemalige benediktinische Abtei in Cluny, Burgund. Ein achteckiger Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert erhebt sich über den verbliebenen Grundmauern, während Säulenfragmente und Bögen die Ausmaße der verschwundenen Kirche andeuten.
Wilhelm von Aquitanien gründete die Abtei im Jahr 910 als freie Gemeinschaft unter päpstlicher Schirmherrschaft. Die dritte Klosterkirche entstand ab 1088 unter Abt Hugo von Semur, doch nach der Revolution wurden die Gebäude ab 1798 fast vollständig abgetragen.
Der lateinische Name Cluniacensis leitet sich von den burgundischen Hügeln ab, die das Tal prägen. Die wenigen erhaltenen Säulen und Kapitelle zeigen geschnitzte Figuren und Pflanzenmotive, die den Rhythmus des monastischen Alltags sichtbar machen.
Das Gelände liegt im Ortszentrum von Cluny, wo Schilder die freigelegten Bereiche und Rekonstruktionen erklären. Der Aufstieg zum Turm erfordert gute Kondition, da die Wendeltreppe eng und steil verläuft.
In der Blütezeit lebten mehr als 400 Mönche in der Klosteranlage, die über eigene Werkstätten und einen ausgedehnten Kräutergarten verfügte. Archäologen fanden Hinweise auf unterirdische Kanäle, die Wasser aus entfernten Quellen zu den Wirtschaftsgebäuden leiteten.
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