Abtei Noirmoutier, Benediktinerkloster in Noirmoutier-en-l'Île, Frankreich.
Die Abtei ist ein Benediktinerkloster auf einer Insel vor der Küste Frankreichs mit Ursprüngen in der Merowingerzeit. Der Komplex enthält eine Krypta unter der Pfarrkirche Saint-Philbert sowie erhaltene Bauwerke aus dem 14. und 18. Jahrhundert.
Das Kloster wurde 674 von Philibert de Tournus gegründet und erlitt während der Normanneneinfälle mehrfach Zerstörung und Verlagerung. Um 1000 kehrte es in Form eines Priorats zurück und wurde wieder zu einem Zentrum des religiösen Lebens.
Der Name des Ortes stammt von den schwarzen Gewändern ab, die die Benediktinermönche trugen, was sich in der Bezeichnung widerspiegelt. Besucher können heute noch die Verbindung zur Mönchstradition in der Architektur und dem Grundriss des Komplexes nachvollziehen.
Die Porta Leonesca und mehrere architektonische Elemente sind für Besucher zugänglich, doch große Teile des Komplexes befinden sich heute in Privatbesitz. Die beste Zeit zum Erkunden ist tagsüber, wenn das Licht die Steinarbeiten und die Layout des Ortes deutlich macht.
Im Jahr 819 leiteten die Mönche des Klosters den Fluss Boulogne um, nachdem sie die Erlaubnis von König Ludwig dem Frommen erhalten hatten. Dieses ehrgeizige Wasserbauprojekt zeigt, wie viel Einfluss das Kloster in der Region hatte und wie es die Insel aktiv formte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.