Candes-Saint-Martin, französische Gemeinde
Candes-Saint-Martin ist eine kleine Gemeinde im Arrondissement Chinon, Indre-et-Loire, an der Mündung der Vienne in die Loire gelegen. Die engen Gassen des Dorfes sind von hellen Tuffstein-Häusern gesäumt, überragt von einer großen mittelalterlichen Stiftskirche aus dem gleichen Material.
Der Ort war bereits in gallo-römischer Zeit bewohnt, wie archäologische Funde auf dem Kirchengelände belegen. Im 4. Jahrhundert wurde dort ein Kloster gegründet, das mit dem Tod des heiligen Martin im Jahr 397 an Bedeutung gewann und dem Dorf seinen heutigen Namen gab.
Der Name Candes-Saint-Martin erinnert an den heiligen Martin, einen der meistverehrten Heiligen Frankreichs, der dort im Jahr 397 starb. Die Dorfkirche trägt seinen Namen und zieht heute noch Pilger und Besucher an, die auf dem Jakobsweg unterwegs sind.
Das Dorf ist gut zu Fuß erkundbar, obwohl die gepflasterten Gassen steil und manchmal uneben sein können. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, und wer die Aussicht auf den Zusammenfluss der beiden Flüsse genießen möchte, sollte bis ans Ufer gehen.
Nach dem Tod des heiligen Martin im Jahr 397 sollen die Mönche aus Tours und Poitiers um den Besitz seines Leichnams gestritten und ihn nachts heimlich auf dem Wasser weggebracht haben. Diese Legende ist als "bataille de saint Martin" bekannt und wird im Dorf noch heute erzählt.
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