Fort la Latte, Mittelalterliche Burg auf der Cap-Fréhel-Halbinsel, Frankreich
Fort-la-Latte steht auf einem Granitvorsprung über der Bucht von Saint-Malo und wird durch zwei Zugbrücken geschützt, die tiefe natürliche Spalten im Felsen überspannen. Die Anlage gliedert sich in Barbakane, Hof, Kapelle, Verlies und Artilleriebereich, die zusammen die verschiedenen Funktionen einer mittelalterlichen Küstenverteidigung zeigen.
Die Festung wurde im 13. Jahrhundert von der Familie Goyon-Matignon gegründet und später zwischen 1690 und 1715 durch den Architekten Siméon Garangeau in eine spezialisierte Küstenverteidigungsanlage umgewandelt. Diese Umbauphase machte sie zu einer modernen Festung, die gegen Seeangriffe schützen sollte.
Das Schloss war Drehort für mehrere Filme und prägt bis heute die Vorstellung von einer mittelalterlichen Festung an der französischen Küste. Seine Architektur wirkt in Fotografien und Reisedarstellungen nach und verbindet Verteidigungsgeschichte mit romantischen Vorstellungen vom Mittelalter.
Das Gelände ist von April bis September täglich für Besucher geöffnet, und Führungen erklären die verschiedenen Bereiche wie Barbakane und Artilleriezonen. Es ist sinnvoll, bequeme Schuhe mitzubringen, da der Weg über die Brücken und durch die Burg anspruchsvoll sein kann.
Im unteren Hof befindet sich ein seltener Ofen aus dem 18. Jahrhundert, der Kanonenkugeln erhitzte, um Brandgeschosse für die Küstenverteidigung zu erzeugen. Diese Vorrichtung zeigt die Innovationen, die Verteidiger verwendeten, um ihre Abwehrfähigkeiten zu verbessern.
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