Paris Gare Saint-Lazare, Bahnhof im 8. Arrondissement, Frankreich
Saint-Lazare ist ein Kopfbahnhof im achten Pariser Arrondissement, der Regional- und Nahverkehrszüge in Richtung Nordwesten der Stadt bedient. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen mit insgesamt 27 Gleisen, die teils im Tunnel und teils im offenen Bereich liegen.
Architekt Eugène Flachat entwarf den Bahnhof, der am 26. August 1837 als erste Eisenbahnverbindung zwischen Paris und Saint-Germain-en-Laye eröffnet wurde. In den folgenden Jahrzehnten erhielt die Anlage mehrere bauliche Erweiterungen, um das wachsende Verkehrsaufkommen aufzunehmen.
Der Name stammt von einem früheren Leprakrankenhaus, das hier im Mittelalter stand und dem heiligen Lazarus geweiht war. Die weitläufige Bahnhofshalle mit ihrem Eisendach zeigt den technischen Ehrgeiz des 19. Jahrhunderts und dient heute täglich Hunderttausenden Pendlern als Durchgangsort.
Die Anlage ist barrierefrei zugänglich, mehrere Aufzüge und Rolltreppen verbinden die unterschiedlichen Ebenen miteinander. Fahrkartenschalter und Selbstbedienungsautomaten stehen in allen Hauptbereichen zur Verfügung, sodass man sich auch ohne Vorkenntnisse schnell orientieren kann.
Claude Monet malte hier 1877 eine Serie von zwölf Gemälden, die den Dampf der Lokomotiven und das einfallende Licht durch die Bahnhofshalle festhielten. Heute gehören diese Werke zu den bekanntesten Darstellungen des Eisenbahnzeitalters in der französischen Malerei.
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