Balmes de Montbrun, Unterirdische archäologische Stätte in Saint-Gineys-en-Coiron, Frankreich.
Die Balmes de Montbrun ist eine archäologische Stätte mit etwa dreißig Höhlen, die in vulkanische Wände gegraben wurden und mehrere Ebenen in den Felsformationen aufweisen. Diese unterirdischen Behausungen verteilen sich über die Bergseite und zeigen, wie Menschen einst in dieser natürlichen Struktur lebten.
Die Stätte wurde während der mittelalterlichen Periode bewohnt, wobei die Anwesenheit eines Burgherrn im Jahr 1210 dokumentiert ist. Die Besiedlung setzte sich bis ins 18. Jahrhundert fort, bevor das Gebiet letztendlich aufgegeben wurde.
Die in den Felsen gehauene Kapelle der Heiligen Katharina stammt aus dem 16. Jahrhundert und zeigt, wie Gläubige den Stein nutzen wollten, um ihren Glauben auszudrücken. Der einfache Innenraum mit Lehmfußboden und einer Jesusstatue spiegelt das bescheidene Leben der damaligen Zeit wider.
Die Stätte ist über einen Wanderweg vom Weiler Bas-Montbrun zugänglich, wo kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen. Der Weg führt zu den verschiedenen Ebenen der Höhlen hinauf, die man erkunden kann.
Die Bewohner entwickelten in der vulkanischen Tuffsteinmasse ein ausgefeiltes System aus Holzbalken, Treppen, Rinnen und in den Stein gehauenen Bänken. Dieses durchdachte Handwerk zeigt, wie praktisch und erfinderisch Menschen in diesem unterirdischen Lebensraum waren.
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