Couvent des Cordeliers, Historisches Franziskanerkloster im Quartier Latin, Paris, Frankreich.
Das Cordeliers-Kloster ist ein ehemaliges Franziskanerkloster im Lateinischen Viertel, von dem heute nur noch der Speisesaal des 13. Jahrhunderts erhalten ist. Die Gebäude befinden sich an der rue de l'École de Médecine und sind nun Teil der medizinischen Fakultäten dieser Universität.
Das Kloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet und diente Franziskanern als Heimat. Während der Französischen Revolution wurde es zum Treffpunkt einer politischen Vereinigung und verlor seine religiöse Bestimmung für immer.
Das Kloster trägt seinen Namen von den Franziskanern, die es gründeten und die wegen ihrer Seile (cordelles) als Gürtel erkannt wurden. Besucher können heute noch die Spuren dieser religiösen Gemeinschaft in der Architektur des verbleibenden Speisesaals sehen.
Der Ort ist heute als Universitätscampus organisiert und hat eingeschränkte öffentliche Zugänglichkeit. Besucher sollten vorher überprüfen, wann und wie man die erhaltenen Räume besichtigen kann.
Das Kloster war lange Zeit Heimat eines bedeutenden anatomischen Museums, das Tausende von konservierten menschlichen Körperteilen für medizinische Lehren aufbewahrte. Diese ungewöhnliche Verbindung zwischen spirituellem Raum und medizinischer Wissenschaft prägt die Geschichte des Ortes bis heute.
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