Lac Pavin, Meromiktischer Kratersee in Auvergne, Frankreich
Der Lac Pavin ist ein kreisförmiger Kratersee in der Region Auvergne, der in einer Höhe von etwa 1200 Metern liegt. Das Wasser ist bis zu 92 Meter tief und erstreckt sich über einen Durchmesser von rund 800 Metern.
Der See entststand vor etwa 6900 Jahren durch einen phreatomagmatischen Ausbruch und ist damit die jüngste vulkanische Formation auf dem französischen Festland. Dieses Ereignis prägte die Landschaft nachhaltig und hinterließ die ungewöhnliche Kraterkammer, die heute unter Wasser liegt.
Der Name des Sees leitet sich möglicherweise von dem Occitanischen Wort "Pavent" ab, das auf das lateinische Wort "pavens" zurückgeht und Furchteinflößendes bedeutet. Dieses sprachliche Erbe zeigt sich heute noch in der Art, wie Menschen über den See sprechen.
Das Ufer ist gut zugänglich und bietet verschiedene Punkte zum Beobachten und Erkunden des Sees. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und die Wetterbedingungen zu beachten, da die Höhenlage zu schnellen Wechseln führt.
Die Wasserschichten des Sees trennen sich in zwei unterschiedliche Bereiche, wobei der untere Teil hohe Konzentrationen von gelösten Gasen und seltenen Bakterienarten aufweist. Diese Besonderheit macht das Wasser zu einem natürlichen Labor für die Erforschung extremer Lebensformen.
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