MoEDAL, Teilchenphysik-Experiment am CERN, Frankreich
Das MoEDAL-Experiment ist ein Teilchendetektorsystem am CERN in Frankreich, das an einem bestimmten Punkt des Großen Hadronen-Colliders installiert wurde, um nach seltenen Teilchen zu suchen, die von anderen Detektoren nicht erfasst werden. Es besteht aus Kunststoffdetektoren, die Spuren von Kollisionen aufzeichnen, sowie aus Fallen, die bestimmte Teilchen physisch einfangen sollen.
Das MoEDAL-Experiment wurde 2010 offiziell als siebtes Experiment am Großen Hadronen-Collider genehmigt und begann kurz darauf mit seinen ersten Messungen. Seitdem wurde es um neue Komponenten erweitert, darunter ein Timing-Detektor-Array, das die Suche nach weiteren theoretischen Teilchenarten ermöglicht.
Das MoEDAL-Experiment trägt den Namen einer mythologischen Figur, nämlich dem Medusa-Analogon in der Teilchenphysik. Wer an einer CERN-Führung teilnimmt, kann erfahren, wie diese Art von Forschung internationale Wissenschaftler aus Dutzenden von Ländern zusammenbringt.
Das Experiment befindet sich tief unter der Erde entlang des Teilchenbeschleunigers und ist für die Öffentlichkeit nicht direkt zugänglich. Die CERN-Besucherzentren an der Oberfläche bieten jedoch Führungen und Ausstellungen an, die die Funktionsweise solcher Experimente gut erklären.
Die Kunststoffdetektoren des Experiments werden nach jeder Datenerfassungsperiode physisch aus dem Tunnel geborgen und dann in einem Labor unter einem Mikroskop analysiert. Diese Methode unterscheidet sich grundlegend von den meisten anderen Detektoren am CERN, die ihre Daten in Echtzeit elektronisch auslesen.
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