Hôtel de Klinglin, Präfekturgebäude in Grande Île, Straßburg, Frankreich
Das Hôtel de Klinglin ist ein klassizistisches Wohngebäude auf der Grande Île mit geraden und geschwungenen Fassaden, die an der Wasserfrontseite vollständig mit rosa Sandstein verkleidet sind. Das Gebäude nimmt eine zentrale Position in diesem historischen Viertel ein und besticht durch seine proportionalen Dimensionen und aufwändige Steinbearbeitung.
Das Gebäude wurde zwischen 1732 und 1736 für den königlichen Geldverleiher François-Joseph de Klinglin erbaut und diente später als Sitz der königlichen Intendanz von Elsass. Während der Belagerung von 1870 erlitt es schwere Schäden, wurde dann aber mit modernen Systemen, einschließlich einer Warmluftheizung, vollständig erneuert.
Das Gebäude zeigt klassische französische Architektur mit Skulpturen von Martin Leprince am Haupteingang an der Rue Brûlée. Die handwerklichen Details prägen noch heute das Erscheinungsbild des Platzes und erinnern an die Bedeutung des Ortes für die lokale Geschichte.
Das Gebäude öffnet seine Türen für Besucher während der europäischen Denkmaltage und ist mit den Tramlinien B, C oder F an der Station Broglie erreichbar. Die Lage an der Ill bietet einen schönen Ausgangspunkt für Spaziergänge durch die Altstadt.
Das Gebäude wurde nach der Belagerung von 1870 nicht nur repariert, sondern mit innovativen Heizsystemen ausgestattet, die für seine Zeit bemerkenswert modern waren. Diese technische Modernisierung erfolgte unmittelbar nach dem Wiederaufbau und machte es zu einem frühen Beispiel für den Einsatz fortschrittlicher Technologie in historischen Strukturen.
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