Aqueduc Médicis, Renaissance-Aquädukt in Rungis, Frankreich
Der Medici-Aquädukt ist ein Wasserleitungssystem aus der Renaissance, das über unterirdische Tunnelstrecken und sichtbare Bogenbrücken verläuft. Das Bauwerk durchquert mehrere Gemeinden südlich von Paris, wobei der beeindruckendste Abschnitt als freistehende Bogenbrücke zwischen Arcueil und Cachan sichtbar bleibt.
Das Aquädukt wurde 1612 von Maria von Medici beauftragt, um ihren neu erbauten Palast auf dem Linken Ufer der Seine mit Wasser aus den Quellen von Rungis zu versorgen. Die Anlage folgt teilweise dem Verlauf einer antiken römischen Wasserleitung und zeigt die Bedeutung von Wassertransport durch verschiedene Epochen hinweg.
Der Aquädukt verbindet mehrere Vororte von Paris miteinander und zeigt, wie Menschen über Jahrhunderte hinweg Wasser über große Entfernungen transportiert haben. Das sichtbare Bauwerk zwischen Arcueil und Cachan ist heute ein Wahrzeichen der Region und erinnert an die Bedeutung dieser Infrastruktur für die Entwicklung der Stadt.
Der unterirdische Tunnel ist eng und erfordert Vorsicht bei der Begehung, da die Decke niedrig ist und der Boden uneben. Besucher sollten geeignete Schuhe tragen und sich bewusst sein, dass das Licht begrenzt ist, wenn man die unterirdischen Abschnitte erkundet.
Das Bauwerk wird immer noch von Eau de Paris betrieben und liefert Wasser durch das ursprüngliche Leitungssystem aus dem 17. Jahrhundert. Trotz seines Alters von über 400 Jahren funktioniert die Konstruktion nach wie vor und zeigt die Dauerhaftigkeit der Renaissance-Ingenieurskunst.
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