Chartreuse de Vaucluse, Kartäuserkloster in Onoz, Frankreich.
Die Chartreuse de Vaucluse ist ein karthäusisches Kloster am Rand des Vouglans-Sees, von dem nur das Eingangsportal und zwei Pavillons über der Wasserlinie sichtbar sind. Die übrigen Gebäudeteile liegen unter Wasser und sind heute schwer zugänglich.
Das Kloster wurde 1139 gegründet, nachdem Hugh von Cuiseaux ein Territorium von etwa 850 Hektar spendete. Zwischen 1756 und 1787 wurden bedeutende Umbauten durchgeführt, bevor es später unter den Fluten verschwand.
Das Kloster folgt karthäusischen Traditionen, in denen Mönche in völliger Isolation lebten und ihre Tage um notwendige Arbeiten für die Gemeinschaft strukturierten. Diese klösterliche Lebensweise prägte den Rhythmus des Ortes über Jahrhunderte hinweg.
Das Eingangsportal und die beiden Pavillons sind Privateigentum und können von außen besichtigt werden. Die größeren Teile unter Wasser sind für normale Besucher nicht zugänglich und erfordern spezielle Tauchausrüstung.
In einer kreativen Initiative wurden 2008 Weinflaschen in den versunkenen Ruinen platziert, um zu untersuchen, wie sich Wein unter Wasser im Vergleich zu traditionell gelagertem Wein entwickelt. Diese ungewöhnliche Maßnahme erzeugte über zwei Jahrzehnte hinweg wertvolle Daten.
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