Lac de Vouglans, Stausee in Boissia, Frankreich
Der Lac de Vouglans ist ein großer Stausee im Département Jura, der sich über etwa 30 Kilometer zwischen bewaldeten Hügeln und steilen Ufern erstreckt. Das türkisfarbene Wasser füllt ein schmales Tal und bildet zahlreiche Buchten und Landzungen, die an einen norwegischen Fjord erinnern.
Der Staudamm wurde zwischen 1963 und 1968 errichtet, um den Fluss Ain zu stauen und Strom für die Region zu erzeugen. Mehrere Dörfer mussten weichen, darunter das namensgebende Vouglans und Teile eines alten Kartäuserklosters, deren Ruinen heute unter der Wasseroberfläche liegen.
Der See hat seinen Namen vom alten Dorf Vouglans behalten, das während des Staudammbaus unter Wasser versetzt wurde und dessen Erinnerung noch heute in den umliegenden Gemeinden lebendig bleibt. An den Ufern entlang treffen sich Einheimische zum Angeln und Picknicken, während im Sommer regelmäßig lokale Feste mit Bootsparaden und Wassersportveranstaltungen stattfinden.
Mehrere Strände wie Bellecin oder Mercantine bieten Zugang zum Wasser und ermöglichen Schwimmen, Kanufahren oder Segeln in den Sommermonaten. Die kurvenreiche Uferstraße führt zu verschiedenen Aussichtspunkten und kleinen Häfen, wo man Boote ausleihen kann.
An manchen Tagen, wenn der Wasserstand niedrig ist, tauchen die Umrisse alter Brücken und Fundamente auf, die einst zum verschwundenen Dorf gehörten. Die Tiefe erreicht an einigen Stellen über 100 Meter (330 Fuß), was das Gewässer zu einem der tiefsten Stauseen Frankreichs macht.
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