Île Milliau, Gezeiteninsel in Trébeurden, Frankreich.
Île Milliau ist eine Gezeitenisel vor der Küste von Trébeurden in der Bretagne, die bei Ebbe zu Fuß erreichbar ist. Das Gelände ist abwechslungsreich und wechselt zwischen Heidelandschaft, Farnen und niedrigen Küstensträuchern, die von alten Pfaden durchquert werden.
Auf der Insel befindet sich Ty Liac'h, ein megalithisches Galeriegrab aus der Jungsteinzeit, das aus zehn aufrechtstehenden Steinen und drei waagerechten Deckplatten besteht. Es ist eines der deutlichsten Zeugnisse dafür, dass diese Küste schon seit Jahrtausenden bewohnt war.
Die Insel trägt den Namen des heiligen Miliau, eines bretonischen Märtyrers aus dem 6. Jahrhundert, dessen Geschichte in der Region lebendig geblieben ist. Wer die Insel besucht, begegnet diesem Namen auf Informationstafeln und in den Geschichten, die Einheimische gerne erzählen.
Der Zugang zur Insel ist nur bei Ebbe möglich, daher sollte man die Gezeiten vor dem Aufbruch sorgfältig prüfen. Es wird empfohlen, feste Schuhe zu tragen, da der Pfad über den Strand und feuchtes Gelände führt.
Im frühen 20. Jahrhundert ließ Lucie Jourdan auf der Insel die Villa Aristide Briand als privaten Wohnsitz erbauen. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude beschlagnahmt und verlor damit seinen ruhigen Charakter als Privatresidenz.
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