Allée couverte de l'Île-Grande, gallery grave in Pleumeur-Bodou, France
Die Allée couverte de l'Île-Grande ist ein Grabbau aus der Jungsteinzeit in Pleumeur-Bodou, Bretagne. Die Struktur misst etwa 8,5 Meter in der Länge und besteht aus großen aufrechten Granitsteinen an den Seiten, die von breiten Decksteinen überlagert werden und eine kammergrabähnliche Passage bilden.
Die Allée couverte wurde am Ende der Jungsteinzeit erbaut, als Menschen begannen, mit großen Steinen dauerhafte Strukturen zu errichten. Die Stätte wurde 1956 als historisches Denkmal geschützt, nachdem Archäologen in den Jahren 1866, 1868, 1909 und 1910 Grabungen durchführten und Werkzeuge, Keramik und Metallobjekte entdeckten.
Die Allée couverte war ein Ort für Gemeinschaftszeremonien, an dem die frühen Bewohner ihre Verstorbenen ehrten. Die Struktur zeigt, wie Menschen damals heilige Räume schufen, um sich zu versammeln und ihre Verbundenheit mit der Vergangenheit auszudrücken.
Die Stätte liegt etwa 35 Meter über dem Meeresspiegel und ist von lokalen Wegen aus leicht zu erreichen, mit offener Zufahrt während der Tageslichtstunden und ohne Sicherheitsschranken. Besucher sollten respektvoll mit den alten Steinen umgehen, nicht auf der Struktur klettern oder sie beschädigen, um sie für zukünftige Generationen zu bewahren.
Nach einer lokalen Legende aus dem 19. Jahrhundert lebten Leprakranke in der Grabkammer und wurden mit einer Gabel gefüttert, eine Geschichte, die die mystische Rolle der Stätte in der lokalen Folklore widerspiegelt. Andere Geschichten sprechen von winzigen Feen namens Kornandounezed, die in Vollmondnächten auf den Steinen tanzten und schwangeren Frauen ihre Zukunft vorhersagten.
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