Pertes du Rhône, Slot-Canyon nahe Valserhône und Éloise, Frankreich.
Die Perte du Rhône ist eine enge Schlucht aus Kalkstein an der Grenze zwischen Ain und Haute-Savoie, wo sich das Wasser zwischen fast vertikalen Wänden hindurchzwängt. Heute ist der ursprüngliche Canyon durch den Staudamm überflutet und bildet ein Stausee-System, das sich über viele Kilometer erstreckt.
Die Schlucht entstand durch die Erosion des Rhône über Jahrtausende hinweg, die den Fluss tief in das Kalksteingestein schnitt. In der Mitte des 20. Jahrhunderts führte das Staudammprojekt zum Überfluten des Canyons und veränderte dieses Naturphänomen grundlegend.
Der Name bezieht sich auf das Verschwinden des Flusses in der Schlucht, ein Ereignis das früher während trockener Perioden regelmässig beobachtet wurde. Für lokale Bewohner war diese geografische Besonderheit lange Zeit ein Merkmal der Landschaft und der regionalen Identität.
Die beste Zeit zum Besuch ist nach Regen oder bei hohem Wasserstand, wenn die geologischen Merkmale deutlicher sichtbar sind. Da das Gebiet jetzt ein Wasserstausee ist, sollten Besucher vom Land aus erkunden und auf beschilderte Zugänge achten.
Wissenschaftler erkundeten die Gegend im 19. Jahrhundert und dokumentierten Fossilien in den Kalksteinschichten, die Einblicke in die geologische Geschichte lieferten. Diese paläontologischen Funde machten das Gebiet für Forscher bedeutsam und zeigten die Tiefengeschichte des Flusses.
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