Thermal compounds in Glanum, Römischer Thermalkomplex in Saint-Rémy-de-Provence, Frankreich.
Die Thermalbäder von Glanum waren ein großes römisches Badehaus mit mehreren Räumen für unterschiedliche Temperaturen. Das Gebäude war sorgfältig geplant, mit separaten Bereichen für kalte, warme und heiße Bäder, die durch Türöffnungen miteinander verbunden waren.
Die Thermalanlage wurde in der Zeit des Augustus zwischen 40 und 20 v.Chr. errichtet und ersetzte ältere Wohngebäude in diesem Bereich. Dieses Bauprojekt zeigt, wie die römische Stadtplanung traditionelle Siedlungsstrukturen durch öffentliche Infrastruktur umgestaltete.
Der Thermalkomplex folgt dem architektonischen Muster der Stabianer Thermen in Pompeji und zeigt den römischen Einfluss auf die öffentliche Infrastruktur.
Der Ort liegt im Tal von Saint-Rémy-de-Provence und ist leicht zugänglich, da die Ruinen offen und begehbar sind. Besucher können die verschiedenen Badebereiche selbst erkunden, sollten aber mit unebenen Oberflächen und offenen Schächten rechnen.
Im südwestlichen Winkel der Anlage befindet sich ein spezialisierter Raum namens Unctorium, in dem Römer Öl auf ihren Körper aufgetragen bekamen, nachdem sie sich gewaschen hatten. Dieser oft übersehene Ort zeigt, wie Baden in der römischen Kultur mehr war als nur Hygiene - es war ein Schönheitsritual.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.