Carrières de Lumières, Digitaler Kunstraum in Les Baux-de-Provence, Frankreich
Die Carrières de Lumières sind ein ehemaliger Kalksteinbruch, der in ein Zentrum für digitale Kunst umgewandelt wurde. Der Hauptsaal, die Salle Dante, ist eine riesige Halle, die von natürlichen Pfeilern durchzogen wird; diese sind an der Basis 5 bis 10 Meter breit und 7 bis 9 Meter hoch und wurden von den Steinbrucharbeitern als Stützen des Daches stehen gelassen. Die Pfeiler dienen ebenso wie Wände und Decke als Projektionsflächen für immersive Ausstellungen.
Der Bruch wurde vom 2. Jahrhundert vor Christus bis 1935 ausgebeutet, als die Nachfrage nach natürlichem Stein durch neue Baumaterialien ersetzt wurde. Mit dieser Schließung begann eine lange Zeit der Untätigkeit, bevor der Ort später wiederbelebt wurde.
Der Ort hieß bis 2012 Cathédrale d'Images und wurde als Carrières de Lumières mit der Ausstellung „Gauguin, Van Gogh, die Maler der Farbe“ wiedereröffnet, die 250.000 Besucher anzog. Ein 90 m² großer Vorführraum zeigt Ausschnitte aus Cocteaus Le Testament d'Orphée sowie Interviews mit Cocteau und Jean Marais.
Das Innere bleibt das ganze Jahr über kühl mit einer konstanten Temperatur von etwa 14 bis 16 Grad Celsius, daher ist es ratsam, eine Jacke mitzubringen. Die unterirdische Lage bedeutet auch, dass künstliches Licht die einzige Lichtquelle ist und das Erlebnis völlig dunkel und intensiv wirkt.
Jean Cocteau drehte hier 1959 Szenen für Das Testament des Orpheus, nicht in den 1960er Jahren. Ein 90 m² großer Vorführraum zeigt heute Ausschnitte des Films und Interviews mit Cocteau und Hauptdarsteller Jean Marais.
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