Castrum de Montpaon, Mittelalterliche archäologische Stätte in Fontvieille, Frankreich.
Das Castrum de Montpaon ist eine archäologische Stätte auf einem Kalksteinhügel, wo Wehrmauern und Wohnräume direkt in den Felsen gehauen wurden. Der Ort gliedert sich in drei Bereiche, die durch Wälle voneinander getrennt sind, mit Überresten eines Herrenhauses und einer in den Felsen gehauenen Zisterne oben auf dem Gelände.
Erste Ausgrabungen im Jahr 2008 legten eine Wohnanlage aus dem 12. Jahrhundert frei, die später mit verstärkten Befestigungsmauern ausgebaut wurde. Diese Erweiterung fand Ende des 13. Jahrhunderts statt und deutet auf eine Umwandlung des Ortes zu einer stärker befestigten Anlage hin.
Die Kapelle des Ortes war ursprünglich der Heiligen Maria von Montpaon geweiht, wurde aber später umbenannt und erhielt den Namen eines anderen Heiligen. Diese Veränderung zeigt, wie sich religiöse Praktiken und Hingaben an diesem Ort im Laufe der Zeit wandelten.
Der Aufstieg zur Stätte erfolgt über einen Fußweg, der zum Kalksteinhügel führt, wo die archäologischen Überreste freigelegt sind. Ein Besuch ist zu Fuß möglich und ermöglicht es, die verschiedenen Bereiche und Strukturen aus nächster Nähe zu erkunden.
Archäologische Untersuchungen deckten einen mittelalterlichen Steinbruch am Fuß des Walls auf, der zeigt, dass der Stein direkt vor Ort für die Konstruktion gewonnen wurde. Dieser Steinbruch ist ein seltener Nachweis dafür, wie die Bewohner ihre Befestigungsanlage mit lokalen Ressourcen erbauten.
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