St. Christophe de Javel, Katholische Kirche im 15. Arrondissement von Paris, Frankreich.
Église Saint-Christophe-de-Javel ist eine Kirche aus Stahlbeton mit gotisch inspirierter Architektur, gekennzeichnet durch schlanke Säulen und dekorative Betonverkleidungen im gesamten Gebäude. Der Innenraum verbindet Modernität mit religiöser Funktion und bietet eine charakteristische Mischung aus Säkularismus und Spiritualität.
Die Kirche wurde zwischen 1926 und 1930 gebaut, um eine hölzerne Kapelle von 1864 zu ersetzen, da die Bevölkerung in der Nähe von Autofabriken im Javel-Viertel wuchs. Diese Verschiebung zeigt, wie urbane Expansion und industrielle Entwicklung den Bedarf nach neuen religiösen Gebäuden in der Stadt schuf.
Die Kirche zeigt Art-Deco-Fresken von Henri-Marcel Magne, die den heiligen Christophorus zusammen mit modernen Verkehrsmitteln darstellen und die industrielle Geschichte des Viertels widerspiegeln. Diese Bilderwahl verdeutlicht, wie der Ort die Arbeitswelt seiner Umgebung würdigt.
Die Kirche befindet sich in der rue Saint-Christophe und hält regelmäßige Gottesdienste ab. Besucher können das Gebäude leicht erreichen, wenn sie sich dem Viertel nähern, und finden es in der Nähe wichtiger Straßenkreuzungen.
Der Architekt Charles-Henri Besnard nutzte vorgefertigte Betonpaneele mit einer nach 1918 patentierten Technik, was die Konstruktion vereinfachte und beschleunigte. Diese Methode machte das Gebäude zu einem frühen Beispiel für industrialisierte Bauweise im kirchlichen Kontext.
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