NOEMA Observatorium, Radiointerferometer auf dem Plateau de Bure, Frankreich
Das Northern Extended Millimeter Array, auch NOEMA genannt, ist ein Radiointerferometer auf dem Plateau de Bure in den französischen Alpen, auf etwa 2550 Metern Höhe. Es besteht aus zwölf beweglichen Parabolantennen von je 15 Metern Durchmesser, die auf Schienen aufgestellt sind und je nach Beobachtungsziel in verschiedenen Konfigurationen angeordnet werden können.
Die Anlage wurde in den 1980er Jahren vom Institut de Radioastronomie Millimétrique gegründet und begann damals mit einer Handvoll Antennen. Der Ausbau auf das heutige Netz von zwölf Antennen erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und wurde 2022 mit der Installation der letzten Antenne abgeschlossen.
Forscher aus mehreren europäischen Ländern arbeiten gemeinsam an diesem Observatorium, was sich im Alltag der Anlage deutlich zeigt: Schilder, Dokumentationen und Besprechungen finden oft in mehreren Sprachen statt. Wer die Anlage besucht, bemerkt schnell, dass die wissenschaftliche Arbeit hier als gemeinsames Projekt verschiedener Nationen organisiert ist.
Die Anlage liegt auf einem Hochplateau in den Alpen und ist nur über eine Seilbahn oder zu Fuß auf einem Bergpfad erreichbar. Die Höhe und das Bergwetter können sich schnell ändern, daher empfiehlt sich warme Kleidung, auch im Sommer.
Obwohl jede Antenne für sich genommen nur ein begrenztes Bild des Himmels liefert, werden die Signale aller zwölf Antennen zusammengefasst, um ein gemeinsames Bild zu erzeugen, das dem eines einzigen riesigen Teleskops entspricht. Diese Technik erlaubt es, Strukturen im Universum zu beobachten, die für einzelne Instrumente dieser Größe sonst unsichtbar bleiben würden.
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