Château de Villacerf, Schloss in Frankreich
Das Château de Villacerf war ein Schloss in der Kleinstadt Villacerf in der Region Grand Est in Frankreich, das um 1659 erbaut wurde. Die ursprüngliche Architektur stammt von Louis Le Vau, während spätere Umbauten durch Pierre Cottard durchgeführt wurden, die das Gebäude prächtiger und dekorativer gestalteten.
Das Schloss wurde 1659 von Louis Le Vau für Louis Hesselin, einen Hofbeamten, entworfen und 1673 von Édouard Colbert erworben, der es umbauen ließ. Während der Französischen Revolution wurde das Gebäude nach 1792 abgerissen und seine Steine für andere Bauten verwendet.
Der Name Villacerf entwickelte sich aus der lokalen Geschichte des Ortes. Ursprünglich als Samblières bekannt, wurde das Dorf später Saint-Sépulchre genannt, nachdem eine Reliquie aus Jerusalem hierher gebracht worden war, bevor es schließlich im 17. Jahrhundert in Villacerf umbenannt wurde.
Das Schloss existiert heute nicht mehr, aber der Standort ist zugänglich und bietet einen Blick auf die alte Parklandschaft mit noch sichtbaren Wassergräben und einem kleinen Teich. Die nahe gelegene Ortschaft hat Informationstafeln und kleine Cafes, wo man mehr über die Geschichte erfahren kann.
Das Schloss wurde von dem renommierten Architekten Louis Le Vau entworfen, der auch an anderen königlichen Bauprojekten in Frankreich arbeitete. Die dekorativen Skulpturen waren Werke von François Girardon, mit Szenen aus der Mythologie, von denen einige Büsten heute in Museen bewahrt werden.
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