Ensemble archéologique de Vaison-la-Romaine, Archäologisches Stätte in Vaison-la-Romaine, Frankreich
Das ensemble archéologique de Vaison-la-Romaine ist ein weitläufiges Freiluftgelände in der Stadt Vaison-la-Romaine im Süden Frankreichs, auf dem Überreste einer gallorömischen Stadt aus dem 1. Jahrhundert erhalten sind. Das Gelände gliedert sich in zwei Hauptbereiche, Puymin und Villasse, ergänzt durch ein Museum, ein antikes Theater und ein Nymphäum.
Die Stadt, die auf dem heutigen Gelände stand, hieß Vasio Vocontiorum und war unter römischer Herrschaft ein wichtiges Handelszentrum, bevor sie im Laufe des Mittelalters nach und nach aufgegeben und von der Vegetation bedeckt wurde. Im 19. Jahrhundert begannen systematische Ausgrabungen, die die Überreste nach und nach wieder ans Licht brachten.
In Puymin und Villasse kann man noch heute erkennen, wie Straßen und Wohnräume einst angeordnet waren. Informationstafeln erklären auf dem Weg, welche Funktion jeder Bereich hatte, sodass man die Überreste mit konkreten Bildern des Alltags verbinden kann.
Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Wege teils gepflastert, teils unbefestigt sind und das Gelände Unebenheiten aufweist. Rollstuhlnutzer können auf Anfrage Unterstützung erhalten und viele Bereiche des Geländes erkunden.
Das antike Theater des Geländes wird noch heute für Sommerveranstaltungen genutzt, sodass Zuschauer auf denselben Stufen sitzen wie die Bewohner von Vasio vor etwa 2000 Jahren. Während der Ausgrabungen wurden zudem Mosaikböden und Wandmalereien in situ entdeckt, also noch an ihrem ursprünglichen Platz, was bei Ausgrabungen dieser Art selten ist.
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