Dedoplis Mindori, Archäologische Stätte in Schida Kartli, Georgien
Dedoplis Mindori ist eine archäologische Stätte in der Region Schida Kartli in Georgien, die als nationales Kulturdenkmal geschützt ist. Sie liegt dort, wo zwei Flüsse zusammenfließen, und umfasst Überreste von Tempeln, Mauern und alten Straßen aus verschiedenen Epochen.
Die Stätte war über viele Jahrhunderte hinweg bewohnt und wurde im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. zu einem bedeutenden religiösen Zentrum des antiken georgischen Königreichs Iberien ausgebaut. Um das 1. Jahrhundert n. Chr. wurde der Komplex durch einen Brand zerstört, wofür Pfeilspitzen und Brandspuren im Schutt sprechen.
Der Name Dedoplis Mindori bedeutet auf Georgisch so viel wie "Feld der Königin". Wer die Anlage besucht, erkennt in der Anordnung der Tempel rund um einen zentralen Platz eine klare, geplante Struktur, die auf eine geordnete Gemeinschaft hinweist.
Da es keine festen Einrichtungen vor Ort gibt, empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen, weil der Boden uneben ist. Wasser und Sonnenschutz sind besonders in den Sommermonaten ratsam, da das Gelände völlig offen und ungeschützt ist.
Unter den Funden vom Gelände befinden sich importierte römische Bronzeobjekte, die zeigen, dass der Ort Verbindungen zu weit entfernten Gebieten hatte. Die Architektur des Haupttempels lehnte sich an persische Vorbilder an, während ein benachbarter kleinerer Tempel eher den griechisch-hellenistischen Baustil widerspiegelt, was an einer einzigen Stätte ungewöhnlich ist.
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