Mishmi Hills, Gebirgskette in Lower Dibang Valley, Indien
Die Mishmi Hills sind ein Bergzug im Bezirk Lower Dibang Valley im nordöstlichen Indien, nahe der Grenze zu China und Myanmar. Die Hänge sind dicht bewaldet, mit tiefen Tälern, in denen Flüsse fließen, und Graten, die sich auf verschiedene Höhen erheben.
Die Mishmi Hills blieben bis ins frühe 20. Jahrhundert für die britische Kolonialverwaltung weitgehend unzugänglich, da das schwierige Gelände die Kontrolle erschwerte. Nach der indischen Unabhängigkeit wurden die Gebiete nach und nach in das Verwaltungsgefüge des neuen Staates eingebunden.
Die Mishmi-Gemeinschaften, die in diesen Bergen leben, sprechen mehrere verschiedene Sprachen, die untereinander kaum verständlich sind. In den Dörfern sieht man handgefertigte Textilien und Schmuck, die zur Kleidung bei Zeremonien gehören und von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Das Gebiet liegt in einer abgelegenen Grenzregion und erfordert eine Sondergenehmigung für ausländische Besucher, die vor der Abreise eingeholt werden muss. Wege können nach Regen unpassierbar werden, daher empfiehlt es sich, vor Beginn des Monsuns zu reisen.
Die Mishmi Hills gelten als eines der Gebiete in Indien mit der größten Vielfalt an Orchideenarten, von denen viele nur in diesem Gebiet vorkommen. Botaniker kommen regelmäßig hierher, um Pflanzen zu dokumentieren, die in anderen Teilen der Welt noch nicht erfasst wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.