Harlander Coats, Seidenspinnerei in St. Pölten, Österreich.
Die Spinnerei Harland ist eine Textilfabrik in St. Pölten mit großen Fenstern, Backsteinarchitektur und mehreren Gebäuden für Produktion und Verarbeitung. Der Gebäudekomplex zeigt typische Merkmale der Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts mit geräumigen Produktionshallen.
Das Werk wurde 1859 von Mathias Salcher gegründet und wuchs aus einer Sägemühle zu einer bedeutenden Textilfabrik heran. Bis zu seiner Schließung 1991 beschäftigte die Fabrik etwa 1.400 Arbeiter.
Die Fabrik prägte das Leben ihrer Arbeiter durch Schulen, Kindergärten und Wohnungen, die unmittelbar im Harland-Viertel entstanden. Diese Einrichtungen formten eine eigene Arbeitersiedlung, in der Fabrik und Wohnraum eng miteinander verwoben waren.
Als geschütztes Denkmal ist die Fabrik heute nicht als Produktionsstätte zugänglich, sondern steht unter Schutz wegen ihres architektonischen Wertes. Eine Besichtigung von außen gibt einen guten Überblick über die Größe und Struktur des Komplexes.
Die Fabrik war bekannt für die Herstellung von Drahtseilzwirn unter speziellen Markennamen wie Gemse, Schwan, Schmetterling, Löwe und Waage. Diese Produktnamen zeigen die handwerkliche Tradition und Marketingstrategie des Unternehmens im 19. Jahrhundert.
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