Grüner See, Bergsee in Tragöß-Sankt Katharein, Österreich.
Der Grüner See liegt auf 776 Metern Höhe am Fuß des Hochschwab-Massivs in der Steiermark und kann bis zu 12 Meter tief werden. Das Becken füllt sich jedes Jahr mit Schmelzwasser aus den umliegenden Karsthängen und überflutet dabei Wege und Ruhebänke.
Das Becken war ursprünglich ein Weideplatz, der im 19. Jahrhundert als Naherholungsgebiet angelegt wurde. Im Jahr 2016 führten die Behörden ein vollständiges Verbot von Wasseraktivitäten ein, um die natürliche Dynamik zu schützen.
Der Name bedeutet wörtlich Grüner See und beschreibt die durchscheinende Färbung des Wassers, die durch gelöste Mineralien aus dem Kalkgestein entsteht. Besucher kommen hierher, um den Wechsel zwischen trockenem Parkgelände im Winter und überfluteter Landschaft im Frühsommer zu erleben.
Wer das überflutete Gelände sehen möchte, sollte zwischen Mitte Mai und Juni anreisen, wenn das Schmelzwasser den höchsten Stand erreicht. Außerhalb dieser Monate zeigt sich die Landschaft als trockener Park mit begehbaren Wegen.
Im Winter sinkt der Wasserspiegel auf 1 bis 2 Meter ab, und das umliegende Gelände wird wieder zu einem begehbaren Park mit trockenen Wegen. Diese jahreszeitliche Verwandlung macht den See zu einem ungewöhnlichen Naturphänomen in den Alpen.
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