Schüttauhof, Denkmalgeschützter Wohnkomplex in Donaustadt, Österreich
Der Schüttauhof ist ein Wohnkomplex in der Donaustadt mit sechs Geschossen, die um zwei innere Höfe angeordnet sind und polygonale Treppenhäuser sowie dreieckige Erkerfenster aufweisen. Die Anlage erstreckt sich über die Schiffmühlenstraße 58-64 und bildet eine geschlossene Wohnsiedlung mit klar strukturiertem Grundriss.
Das Gebäude wurde zwischen 1924 und 1925 von den Architekten Stutterheim, Rodler und Tremmel als Teil von Wiens Sozialbau-Programm errichtet. Mit etwa 271 Wohneinheiten war es einer der groß angelegten Siedlungen, die in den 1920er Jahren entstanden.
Das Gebäude spiegelt die städtische Vision der 1920er Jahre wider und beherbergte ursprünglich Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten und Bibliotheken für die Bewohner. Diese Räume prägten das tägliche Leben und verstärkten den Sinn für Zugehörigkeit in der Siedlung.
Der Komplex wurde in den 1990er Jahren saniert und erhielt moderne Aufzüge sowie renovierte Fassaden. Heute beherbergt die Anlage neben Wohnungen auch kommerzielle Raume wie Tierkliniken und Kunststudios, die das Erdgeschoss prägen.
Der Name bezieht sich auf eine ehemalige Donau-Insel, die wahrend der Flussumleitungen in den 1870er Jahren verschwand. Die offizielle Benennung fand erst 1926 statt und bewahrt damit die Erinnerung an ein landschaftliches Merkmal, das langst nicht mehr existiert.
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