Tutzsäule, gotische Pestsäule oder Totenleuchte am Stiftsplatz in Klosterneuburg
Die Tutzsäule ist ein denkmalgeschütztes Objekt und Wegkapelle in Klosterneuburg, ein sechseckiger Sandsteinpfeiler aus dem späten 14. Jahrhundert mit gotischen Verzierungen und Reliefs. Die Säule ist etwa drei Meter hoch und zeigt detaillierte Steinmetzarbeiten mit Passionsszenen aus der christlichen Tradition.
Die Tutzsäule wurde 1381 erbaut, nachdem die Pest die Stadt heimgesucht hatte, und wurde vom Meister Michael Knab geschaffen. Der Bau war ein Gelübde für Schutz und Heilung während einer Zeit großer Not in der Bevölkerung.
Die Tutzsäule trägt ihren Namen nach Ritter Michael Tutz, dem wohlhabenden Stifter, der das Denkmal in Auftrag gab. Sie war ein Ort, an dem die Bevölkerung betete, Kerzen anzündete und um Schutz bat, besonders während schwerer Zeiten.
Die Säule befindet sich auf dem Stiftsplatz im Zentrum Klosterneuburgs und ist leicht zu Fuß erreichbar. Der Ort bietet sich an für einen kurzen Besuch während eines Spaziergangs durch die Stadt, besonders wenn man die gotische Architektur und lokale Geschichte erkunden möchte.
Im Inneren der Säule befinden sich kleine Reliquien, heilige Objekte, die dem Denkmal Schutzkräfte verleihen sollten. Diese verborgenen Elemente waren ein wichtiger Grund, warum Menschen an den Ort kamen, um Kerzen anzünden und Heilung zu suchen.
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