Schloss Mentlberg, Historisches Schloss im Stadtteil Sieglanger-Mentlberg, Innsbruck, Österreich.
Schloss Mentlberg erhebt sich auf einem bewaldeten Hügel südwestlich von Innsbruck und zeichnet sich durch seinen markanten Eingangsturm mit Pyramidendach, das dreistöckige Hauptgebäude mit Ecktürmen und teilweise erhaltene Eichentäfelungen aus seiner aristokratischen Vergangenheit aus.
Ursprünglich 1303 als Meierhof des Klosters Wilten erwähnt, wurde das Schloss 1485 von Heinrich III. Mentlberger zum Adelssitz umgewandelt und später 1890 vom französischen Prinzen Ferdinand d'Orléans erworben, der es im französischen Renaissancestil umbauen ließ.
Der Ort entwickelte sich während des Dreißigjährigen Krieges zu einem bedeutenden Wallfahrtsort, als eine wundertätige Pietà-Statue jährlich bis zu 15.000 Gläubige anzog, was 1770 zum Bau der heutigen Rokoko-Kapelle mit Fresken von Matthäus Günther führte.
Seit 1928 im Besitz des Landes Tirol, dient das Schloss derzeit als Ausweichquartier für die Pädagogische Hochschule Tirol während Renovierungsarbeiten und ist über eine vom Stadtteil Wilten abzweigende Straße erreichbar.
Das Schloss verbindet auf einzigartige Weise seine Funktion als Denkmalgeschütztes Objekt mit aktiver Bildungsnutzung, während die angrenzende Kapelle die jahrhundertealte Mentlberger Wallfahrtstradition fortsetzt, die mit einer verwitterten Pietà-Skulptur aus Kriegszeiten begann.
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