Ferme de la Papelotte, military stronghold at the Battle of Waterloo
Die Ferme de la Papelotte ist ein historisches Anwesen im Brabantstil in Waterloo, das aus mehreren Gebäuden besteht, die um einen gepflasterten Innenhof angeordnet sind. Das Haupthaus hat ein charakteristisches achteckiges Türmchen über dem Eingangsportal, während ein großer Stall von 1856, Pferdeställe, eine Scheune und andere Wirtschaftsgebäude das Ensemble abrunden.
Das Anwesen wird seit dem späten 17. Jahrhundert erwähnt und spielte am 18. Juni 1815 eine Schlüsselrolle beim Widerstand gegen Napoleons Armeen, besetzt von zwei nassauischen Bataillonen unter Wellingtons Kommando. Nach der Schlacht fast völlig zerstört, wurde die Ferme erst etwa 40 Jahre später, 1856, mit der charakteristischen achteckigen Turmbekrönung wieder aufgebaut.
Die Ferme de la Papelotte trägt einen Namen, der aus der wallonischen Sprache stammt und auf die beschaffenheit des umliegenden Bodens hinweist. Der Hof wird heute von Besuchern besucht, die die ländliche Architektur im Brabant-Stil bewundern und die Verbindung zum historischen Ereignis nachvollziehen möchten.
Das Anwesen liegt etwa zwei Kilometer östlich des Löwenhügels und ist leicht über die Straße Chemin de la Papelotte erreichbar. Besucher können die Gebäude und den gepflasterten Hof zu Fuß erkunden, und der flache Gelände erlaubt komfortables Spazieren.
Ein Feuer im Jahr 1884 hinterließ geschwärzte Spuren an einigen Türen, die noch heute sichtbar sind und als stille Zeugen dieser Brandkatastrophe erhalten bleiben. Der Schriftsteller Victor Hugo besuchte das Anwesen während seiner Spaziergänge durch die umliegenden Felder und fand Inspiration in der stillen ländlichen Landschaft.
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