Victoria Strait, Meerespassage in Nunavut, Kanada.
Die Victoria-Meerenge erstreckt sich über etwa 160 Kilometer zwischen der Victoria-Insel und der King William-Insel und verbindet die Queen Maud Gulf mit dem McClintock Channel und der Franklin Strait. Das Gewässer ist von Inseln geprägt und wird von starken Meeresströmungen durchzogen.
Die Meerenge wurde 1848 in den Fokus der Welt gerückt, als die HMS Terror und HMS Erebus während John Franklins Expedition zur Suche nach der Nordwestpassage im Eis stecken blieben. Dieser tragische Vorfall markierte einen wendepunkt in der Geschichte der Polarforschung.
Das Wasser der Meerenge wird von Inuit seit Generationen als Jagdgebiet genutzt und bleibt für die lokale Bevölkerung ein wichtiger Teil ihrer Beziehung zum Meer. Die Gegend prägt bis heute die Identität der Gemeinden in der Region.
Die Navigation durch die Meerenge ist außer in den Monaten Juli bis September nicht möglich, wenn das saisonale Eis aufbricht und größere Schiffe hindurchfahren können. Schiffe müssen flach genug sein und erfordern sorgfältige Planung und lokale Kenntnisse.
Die Royal Geographical Society Islands markieren den südlichen Eingang der Meerenge und sind bekannt dafür, dass sie in einigen Bereichen nur etwa 10 Meter tiefes Wasser haben. Diese flachen Bereiche machen die Navigation besonders tückisch und erfordern umfangreiches Wissen über die Gezeiten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.