Mer de Melville, Arktisches Meer im kanadischen arktischen Archipel, Kanada.
Das Melville-Meer ist ein arktisches Gewässer, das sich zwischen der Victoria-Insel und der Banks-Insel erstreckt und die nördlichen Regionen des kanadischen Archipels durchquert. Das Meer ist für einen Großteil des Jahres von dickem Meereis bedeckt, das die Navigation stark einschränkt und eine raue, unzugängliche Landschaft schafft.
Der britische Expeditionsleiter Sir William Parry erforschte diese Gewässer 1819 erstmals und dokumentierte sie in seinen Reiseverzeichnissen. Das Meer wurde nach Robert Saunders Dundas, dem Zweiten Viscount Melville, benannt, um seine Rolle als Unterstützer der britischen Arktisforschung zu würdigen.
Die Inuit-Gemeinschaften der Region nutzen diese Gewässer seit Generationen für die Jagd und Fischerei nach Robben, Walen und anderen Meerestieren. Diese Tätigkeiten prägen bis heute die Beziehung der lokalen Bevölkerung zum Meer und zum Rhythmus der Jahreszeiten.
Der Zugang zu diesem Gebiet ist praktisch auf die wenigen wärmeren Monate beschränkt, wenn das Eis gerade befahrbar wird, und erfordert spezialisierte Eisbrecher oder Expeditionsschiffe. Besucher sollten mit extremem Wetter, begrenzter Infrastruktur und großen Entfernungen rechnen sowie umfassende Vorbereitungen treffen.
Der Meeresraum ist Bestandteil der Nordwestpassage, einer legendären Schifffahrtsroute, nach der Entdecker und Seefahrer Jahrhunderte lang suchten. Mit dem Rückgang des Eises wird diese historische Route nun Jahr für Jahr gefahrbar und markiert einen dramatischen Wandel in der arktischen Schifffahrt.
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