Saint-Saphorin, Dorf im Lavaux-Oron-Bezirk, Schweiz
Saint-Saphorin ist ein kleines Dorf am Ufer des Genfersees, im Kanton Waadt, eingebettet zwischen terrassierten Weinbergen. Es liegt im Herzen der Lavaux-Region und ist über enge, gepflasterte Gassen erschlossen, die zu einer Kirche mit markantem Glockenturm führen.
Das Gebiet um Saint-Saphorin war schon in der Römerzeit besiedelt, wie ein Stein aus dem Jahr 53 n. Chr. belegt. Im Mittelalter hieß das Dorf Glérolles, bevor ein Erdrutsch es teilweise zerstörte und die Kirche an ihren heutigen Standort verlegt wurde.
Die Weinberge rund um Saint-Saphorin sind seit Jahrhunderten von Menschenhand gepflegt und gehören heute zum UNESCO-Welterbe Lavaux. Die Winzer vor Ort bauen vor allem Chasselas-Trauben an, und kleine Weinkeller im Dorf laden dazu ein, den lokalen Wein direkt zu kosten.
Das Dorf liegt direkt am Ufer des Genfersees und ist mit dem Zug gut erreichbar, da ein lokaler Bahnhof vorhanden ist. Für Wanderer empfiehlt es sich, festes Schuhwerk mitzunehmen, da die Wege durch die Weinberge steil und uneben sein können.
Die Kirche von Saint-Saphorin, die zwischen 1520 und 1530 erbaut wurde, steht auf den Fundamenten eines alten römischen Gebäudes und einer mittelalterlichen Kapelle. Dieser dreifache Schichtenaufbau macht sie zu einem seltenen Zeugnis verschiedener Epochen an ein und demselben Ort.
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