Gandria, Geschütztes Quartier am Luganersee, Schweiz
Gandria ist ein Dorfviertel mit Steinhäusern, die direkt am Ufer des Luganersees stehen und durch schmale Fußwege sowie steile Steintreppen zwischen den Gebäuden verbunden sind. Der Ort befindet sich zwischen dem See und den Berghängen und wirkt wie ein natürliches Amphitheater, das sich dem Wasser zuwendet.
Das Dorf wurde 1237 erstmals in Dokumenten des Bischofs von Como erwähnt und lebte lange von der Olivenernte, bis eine extreme Kälteperiode 1709 die Olivenhaine zerstörte. Danach wandelte sich die wirtschaft des Ortes, blieb aber bevölkert.
Der Ort wird von einer handwerklichen Tradition geprägt, bei der Einwohner Wein, Fleischerzeugnisse und Käse in Kellern lagern, die in den Felsen unterhalb ihrer Häuser ausgehoben sind. Diese Praxis ist noch heute sichtbar und prägt das Leben im Dorf.
Der Ort ist am einfachsten mit einem Bootservice vom Zentrum von Lugano erreichbar, was etwa 15 Minuten dauert, oder du kannst einen Spaziergang durch die restaurierte Olivenhain-Wanderroute am See machen. Es gibt keine Autos im Dorf selbst, daher solltest du bequeme Schuhe mitbringen, um die vielen Stufen zu bewältigen.
Das Schweizer Zollmuseum im Dorf dokumentiert die Geschichte des Grenzhandels zwischen der Schweiz und Italien durch Objekte und Exponate. Diese Sammlung zeigt die wirtschaftliche Verbindung, die das isolierte Dorf lange Zeit mit den südlichen Nachbarn verband.
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