Kleine Scheidegg, Alpiner Eisenbahnpass im Berner Oberland, Schweiz
Kleine Scheidegg liegt auf 2061 Metern Höhe zwischen Eiger und Lauberhorn und bildet den Kreuzungspunkt zweier Bergbahnstrecken im Berner Oberland. Die Station verfügt über mehrere Gleise und verbindet die Täler von Grindelwald und Lauterbrunnen mit der Jungfraubahn.
Die Wengernalpbahn erreichte den Pass 1893 und schuf damit die erste Schienenverbindung durch diese Hochgebirgslandschaft. Neunzehn Jahre später nahm die Jungfraubahn den Betrieb auf und machte den Ort zum Ausgangspunkt für Fahrten ins Gletschergebiet.
Der Ortsname leitet sich von der topografischen Lage her und unterscheidet diesen Sattel von der weiter östlich gelegenen Großen Scheidegg. Wanderer und Bahnreisende nutzen die Terrasse vor den Berghotels als Rastplatz mit direktem Blick auf die Nordwand.
Die Züge verkehren halbstündlich in Richtung der beiden Täler und zur Hochgebirgsstation am Jungfraujoch. Wartezeiten lassen sich bei wechselndem Wetter in den überdachten Bahnsteigbereichen oder den angrenzenden Gebäuden verbringen.
Zehn parallele Gleise ermöglichen den gleichzeitigen Betrieb von Zügen unterschiedlicher Spurweiten und Stromsystemen an einem einzigen Bahnhof. Diese technische Lösung war notwendig, weil die beiden hier zusammentreffenden Bahngesellschaften jeweils eigene Standards verwendeten.
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