Kesslerloch, Archäologische Höhle in Thayngen, Schweiz.
Kesslerloch ist eine Höhle in Thayngen mit etwa 200 Quadratmetern Fläche und einer natürlichen Steinsäule, die den Innenraum in separate Kammern teilt. Die beiden Bereiche zeigen unterschiedliche Bedingungen und ermöglichen verschiedene Wege durch die unterirdische Formation.
Lehrer Konrad Merk begann die erste Ausgrabung 1873 und fand Werkzeuge und Überreste von Tieren aus dem Jungpaläolithikum. Diese frühen Entdeckungen zeigten, dass Menschen seit tausenden von Jahren in dieser Gegend lebten.
Der Ort war über lange Zeiträume hinweg ein Unterschlupf für Jäger und Sammler, die ihre Werkzeuge und Kunstwerke hinterließen. Man kann heute noch die Spuren ihrer Anwesenheit in den Funden sehen, die zeigen, wie diese Menschen gelebt und gearbeitet haben.
Der Zugang erfolgt über einen kurzen Fußweg von der Straße B15 bei Thayngen zum Eingang. Eine feste Schuhwerk und etwas Zeit zum Erkunden der verschiedenen Kammern werden empfohlen.
Ein 1874 gefundener Hundekiefer ist einer der ältesten Belege für die Domestizierung von Wölfen in Mitteleuropa und stammt aus einer Zeit vor vielen tausend Jahren. Dieser Fund zeigt, dass die Beziehung zwischen Menschen und Tieren viel älter ist als allgemein angenommen.
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