Kleiner Hafner, Neolithische Siedlungsstätte am Zürichsee, Schweiz
Kleiner Hafner ist eine archäologische Siedlung am Ufer des Zürichsees mit Überresten aus mehreren prähistorischen Phasen der menschlichen Besiedlung. Die Ausgrabungsstätte umfasst Überreste von Wohngebäuden und ist heute über ein Ausstellungspavillon für Besucher zugänglich.
Die Siedlung wurde während prähistorischer Zeiten besiedelt und später, im Jahr 122, nutzte eine römische Holztempel-Struktur den Ort als heiligen Heiligtum. Ausgrabungen im Jahr 2009 brachten diese Schichten wieder ans Licht und ermöglichten Forschern, die lange Geschichte des Ortes zu dokumentieren.
Die Artefakte stammen aus verschiedenen prähistorischen Kulturen und zeigen Keramik, Werkzeuge und Schmuck, die Besucher in den Exponaten sehen können. Diese Objekte erzählen von den Menschen, die hier lebten und ihre täglichen Gegenstände hinterließen.
Der Ausstellungspavillon am Ufer zeigt die archäologischen Funde durch Multimedia-Präsentationen und erklärt die verschiedenen Besiedlungsphasen. Besucher können die Exponate bequem erreichen und haben einen direkten Blick auf die Seeufer und die Ausgrabungsstelle.
Die Dendrochronologie-Datierung offenbarte, dass das römische Holzheiligtum aus einer sehr spezifischen Zeit stammte, was seltene Einblicke in römische religiöse Praktiken am See gibt. Diese Methode der Jahrringe-Analyse liefert eine Genauigkeit, die normalerweise bei solch alten Strukturen nicht möglich ist.
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