Grendeltor, Mittelalterliches Wassertor an der Limmat, Zürich, Schweiz
Das Grendeltor war eine mittelalterliche Wasserpforte, die am nördlichen Ende der heutigen Bellevue-Straße stand und den Schiffsverkehr zwischen dem Zürichsee und der Limmat regelte. Die Struktur war mit einer Sperrschranke aus Spitzen versehen, die morgens durch die Wasserkraft automatisch geöffnet wurde, um die Passage zu kontrollieren.
Die Wasserpforte wurde um 1445 als Teil der dritten Befestigungslinie Zürichs errichtet. Nach der Beseitigung der Verteidigungsanlagen 1834 wurde das Grendeltor 1836 abgerissen und hinterließ nur noch historische Aufzeichnungen von seinem Standort.
Das Grendeltor war Schauplatz eines besonderen Zolltransfers, bei dem Wächter mit einem Seil-Eimer Gebühren von Schiffsführern einsammelten. Diese Methode prägte das tägliche Leben am Wasser und zeigte die Abhängigkeit des Handels von dieser Kontrollstelle.
Der ehemalige Standort befindet sich am Anfang der Utoquai, zwischen den Hausnummern 2a und an der Limmatquai 6 im Zentrum Zürichs. Besucher können diesen Ort heute problemlos zu Fuß erreichen und sich die historische Position des Wassertors an der Uferlinie vorstellen.
Das Grendeltor war lange Zeit das einzige Wassertorbauwerk an Zürichs Wasserstraßen und blieb als solches bis zu seiner Zerstörung bestehen. Diese solitäre Rolle machte es zum Nadelöhr für jeden Schiffs- und Gütertransport auf dem städtischen Wasserweg.
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