Bleien-Observatorium, Radioastronomisches Observatorium in Gränichen, Schweiz.
Die Bleien Radio Observatorien sind eine Forschungsanlage in der Nähe von Gränichen, die zwei Parabelantennen mit Durchmessern von 7 und 5 Metern enthält. Diese Teleskope sind etwa 100 Meter voneinander entfernt und werden zum Empfang von Radiowellen aus dem Weltall in einem Frequenzbereich von 10 MHz bis 5 GHz eingesetzt.
Die Universität ETH Zürich gründete die Sternwarte 1979 unter der Leitung von Professor Arnold Benz und führte dabei das erste vollständig digitalisierte ferngesteuerte Empfängersystem ein. Diese Technologie markierte einen Wendepunkt in der Radioastronomie der Schweiz.
Die Sternwarte dient als Zentrum für wissenschaftliche Lehre, wo Studierende und Forschende Radioastronomiebereiche beobachten und gleichzeitig neue Technologien entwickeln. Besuchende können hier unmittelbar sehen, wie moderne Instrumente für die Erforschung von Himmelskörpern eingesetzt werden.
Das Gelände ist öffentlich zugänglich, aber Besuche sollten vorher angemeldet werden, um Forschungsarbeiten nicht zu beeinträchtigen. Die beste Zeit zum Besuch ist bei klarem Wetter, wenn die Anlagen deutlich sichtbar sind.
Zwischen 2005 und 2015 besaß die Anlage weltweit die größte Bandbreitenfähigkeit für Beobachtungen der Sonnenaktivität im Radiobereich. Diese außergewöhnliche Leistung ermöglichte es Forschenden, Sonneneruptionen und andere magnetische Phänomene mit beispielloser Detailgenauigkeit zu erfassen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.