Schloss Trostburg, Mittelalterliche Burg in Teufenthal, Schweiz
Die Trostburg ist ein kleines Schloss auf einem 40 Meter hohen Felsvorsprung über Teufenthal. Der ruinöse quadratische Bergfried, 6,6 Meter Seitenlänge und rund 7 Meter hoch, ist durch einen künstlichen Graben vom Hallwylhaus getrennt, einem viergeschossigen spätgotischen Wohnbau mit 1 bis 1,7 Meter dicken Mauern, der 1494 anstelle der Vorburg errichtet wurde.
Die Burg wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert von den Herren von Trostburg erbaut, die 1241 erstmals erwähnt wurden. 1346 ging sie an die Herren von Reinach über, und 1486 verkaufte Bern sie an Hans von Hallwyl, den Sieger der Schlacht bei Murten. Das Hallwylhaus wurde 1494 im spätgotischen Stil errichtet; die Familie behielt die Burg 130 Jahre lang.
Der Name der Burg stammt von den Herren von Trostburg, die 1241 als unfreie Ritter im Dienst der Grafen von Kyburg urkundlich erwähnt sind. Das Hallwylhaus, nach 1486 von der Familie Hallwyl errichtet, ist der erhaltene Wohntrakt; der mittelalterliche Bergfried und die Ringmauern sind Ruinen. Seit dem Verkauf durch Bern 1616 ist die Anlage in Privatbesitz.
Das Schloss steht auf einem rund 40 Meter hohen Felsvorsprung über Teufenthal in einem Seitental der Wyna. Die Ruine des Bergfrieds und die Mauern auf dem Hügel erreicht man zu Fuss; das tiefer gelegene Hallwylhaus ist in Privatbesitz und wurde ab 2000 renoviert. Ein grosser Teil der westlichen Ringmauer stürzte 1922 ein.
Der Bergfried der Burg ist ein quadratischer Turm von 6,6 m Seitenlänge, heute rund 7 m hoch und innen mit Schutt gefüllt. Ein künstlicher Burggraben trennt ihn vom übrigen Areal; ein großer Teil der westlichen Ringmauer stürzte 1922 ein.
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